Digitale Visitenkarte ohne NFC-Karte
Was der Chip technisch macht — und warum die Funktion auch ohne ihn da ist.
Du suchst eine digitale Visitenkarte und fragst dich, ob du dafür eine NFC-Karte bestellen musst. Kurze Antwort: nein. Auf den üblichen NFC-Visitenkarten steht nichts weiter als eine Internetadresse — dieselbe Adresse kannst du als Link schicken, als QR-Code zeigen, in deine E-Mail-Signatur setzen und in Apple Wallet legen. Hier steht, was der Chip technisch macht, was ohne ihn genauso geht und wo eine gekaufte Karte trotzdem Sinn ergibt.
Was auf einem NFC-Chip wirklich steht
Ein NFC-Chip in einer Visitenkarte ist ein winziger Speicher. Auf den üblichen NFC-Visitenkarten liegt darin ein Datensatz mit einer Internetadresse, zum Beispiel carddy.ch/sarah-berger. Mehr passiert nicht. Hält jemand sein Telefon an die Karte, liest das Telefon diese Adresse und schlägt vor, sie zu öffnen. Danach ist der Chip fertig und der Browser übernimmt. Deine Daten liegen nicht auf der Karte, sondern auf der Seite, auf die sie zeigt. Wer eine NFC-Karte kauft, kauft also nicht die digitale Visitenkarte. Er kauft eine zweite Art, den Link zu übergeben.
- Auf der üblichen NFC-Visitenkarte steht eine Adresse, nicht dein Kontaktdatensatz
- Das Telefon des Gegenübers öffnet danach ganz normal den Browser
- Die eigentliche Karte ist die Seite hinter der Adresse — die gibt es auch ohne Chip
Dieselbe Adresse, vier Wege — ohne etwas zu bestellen
Wenn der Chip nur eine Adresse trägt, dann ist die Frage nicht «Chip oder nicht», sondern «wie gebe ich die Adresse weiter». Dafür gibt es Wege, die sofort da sind. Bei carddy bekommt jede Karte eine eigene Adresse auf carddy.ch. Diese Adresse steckt gleichzeitig in einem QR-Code, in deiner E-Mail-Signatur und in einem Pass für Apple Wallet. Alles im Konto, nichts davon muss geliefert werden.
- Link: carddy.ch/dein-name — per WhatsApp, SMS oder Mail geschickt, ist er in zwei Sekunden beim Gegenüber
- QR-Code: in der Farbe deiner Karte (frei wählbar ab Pro, sonst carddy-Indigo), herunterladbar als SVG für den Druck und als PNG mit 1024 Pixeln für den Bildschirm
- E-Mail-Signatur: fertig erzeugt, mit Foto, Nummern und Link — einmal kopieren, in Gmail, Outlook oder Apple Mail einfügen
- Apple Wallet: die Karte liegt als Pass im Telefon, mit deinem QR-Code auf der Vorderseite; auf der Rückseite stehen Funktion, zweite Nummer, Website, Adresse und alle Links. Nur Apple, Google Wallet gibt es bei carddy nicht
Was beim Gegenüber tatsächlich passiert
Du zeigst den QR-Code auf deinem Telefon — etwa aus dem Wallet-Pass oder als gespeichertes Bild — oder du schickst einfach den Link. Die andere Person tippt drauf und sieht deine Seite: Foto in voller Breite, Name, Funktion, Firma, ein kurzer Satz dazu, gleich darunter der Knopf «Kontakt speichern» und weiter unten deine Nummern, E-Mail, Adresse, Links und der QR-Block. Kein Konto, keine App, keine Anmeldung. Ein Tipp auf «Kontakt speichern» lädt eine vCard herunter, die du mit einer Bestätigung in deine Kontakte übernimmst — auf iPhone, Android und in Outlook, mit Profilfoto, sofern eines hinterlegt ist. Unten auf der Seite kann jemand auch seine eigenen Angaben hinterlassen; du bekommst dann eine E-Mail und siehst den Eintrag in deinem Dashboard. Das ist der Teil, den eine Papierkarte gar nicht kann.
- Karte anschauen: Browser, sonst nichts
- Kontakt speichern: vCard 3.0, damit iOS, Android und Outlook sie sicher lesen
- Rückweg: Name plus E-Mail oder Telefon, optional Firma und Notiz — nur was jemand selbst eintippt
Digitale Visitenkarte ohne NFC-Karte: was dadurch wegfällt
Die Rechnung für eine NFC-Karte hört nicht beim Kaufpreis auf. Sie geht weiter, sobald sich etwas ändert. Eine bestellte Karte ist ein Gegenstand: sie kann liegen bleiben, verloren gehen, im Portemonnaie der falschen Jacke stecken. Ohne Hardware fällt das Nachbestellen weg — jede Person legt ihre Karte selbst im eigenen Konto an. Eine gemeinsame Team-Verwaltung gibt es bei carddy noch nicht.
- Verloren: die Karte liegt im Browser, du zeigst einfach wieder den QR-Code
- Neue Nummer oder neue Funktion: einmal im Editor ändern, die Seite ist sofort aktuell — gedruckte QR-Codes zeigen weiter richtig
- Jobwechsel: neue Firma eintragen statt neue Karte bestellen
- Zweite Rolle: im Gratis-Plan hast du zwei Karten, mit Pro fünf — ohne zweite Bestellung
- Kein Versand, keine Lieferzeit, keine Mindestmenge
Wenn du trotzdem etwas zum Antippen willst
Das hier ist kein Argument gegen Hardware. Eine Karte in der Hand hat etwas, das ein QR-Code auf dem Bildschirm nicht hat, und wer das mag, soll sich eine kaufen. Sie ist für die Funktion nur nicht nötig. Falls du dir irgendwo einen NFC-Aufkleber oder eine Karte besorgst, passt carddy dazu: jede Karte hat neben ihrem Namen eine feste Adresse aus carddy.ch/k/ und einer Kennung, etwa carddy.ch/k/a7f3k2. Die hängt an der Karte, nicht am Namen. Schreibst du sie auf einen Chip oder lässt sie gravieren, funktioniert das auch dann noch, wenn du dich später umbenennst. Ehrlich dazu: carddy verkauft nichts Gegenständliches und beschreibt auch keine Chips. Den Aufkleber kaufst und beschreibst du selbst — wir liefern nur die Adresse, die draufgehört. Und der Wallet-Pass hat bewusst keine NFC-Funktion: die ist Apple-Partnern und Ladenterminals vorbehalten und funktioniert nicht zwischen zwei Telefonen. Der Pass wird gezeigt und gescannt.
- Deine feste Adresse steht im Dashboard unter «Teilen»
- Sie folgt einer Umbenennung automatisch mit
- carddy liefert keine Karte, keinen Chip, keinen Aufkleber und keine Gravur
So kommst du in drei Schritten zu deiner Karte
Zwischen «keine Karte bestellen» und «Karte zeigen» liegen drei Schritte, und keiner davon braucht Hardware, eine App oder eine Zahlung.
- 1. Konto mit E-Mail anlegen — kein Passwort, du bekommst einen Anmeldelink
- 2. Im Editor Name, Funktion, Foto, Nummern und Links eintragen, mit Live-Vorschau daneben
- 3. Adresse teilen: QR-Code zeigen, Link schicken, Signatur kopieren oder Wallet-Pass laden
Was es kostet — und was carddy nicht kann
Der Gratis-Plan ist wirklich gratis: zwei Karten, Links ohne Zähler, QR-Code, vCard, Wallet-Pass, Kontakte einsammeln und ansehen, Aufrufe und Speicherungen in der Statistik. Unten auf der Kartenseite und in der E-Mail-Signatur steht dann ein kleiner Hinweis «Erstellt mit carddy». Pro kostet CHF 7.90 im Monat oder CHF 79 im Jahr und bringt fünf Karten, eigene Farbe, dunkles Theme, Firmenlogo, den Tagesverlauf über 30 Tage, den CSV-Export der gesammelten Kontakte und nimmt den Hinweis weg. Kündigen geht über das Stripe-Portal; danach bleiben alle Karten online und laufen im Gratis-Umfang weiter. Ebenso ehrlich: carddy ist neu und kann einiges nicht. Es gibt keine CRM-Anbindung, keinen Scanner für fremde Papierkarten, keine App, keine eigene Domain und die Oberfläche gibt es nur auf Deutsch. Der Business-Plan mit Team-Funktionen ist noch nicht gebaut.
- Free CHF 0: 2 Karten, Links ohne Limit, QR, vCard, Wallet-Pass, Kontakte sammeln
- Pro CHF 7.90 pro Monat oder CHF 79 pro Jahr: 5 Karten, eigene Farbe und Logo, 30-Tage-Verlauf, CSV-Export, kein Hinweis
- Anbieterin ist die Frascati GmbH in Oberwil BL, Datenbank in Frankfurt, Rechnung in CHF
- Nicht vorhanden: CRM-Anbindung, Karten-Scanner, App, eigene Domain, andere Sprachen, Team-Verwaltung
Häufige Fragen
Braucht man für eine digitale Visitenkarte eine NFC-Karte?▾
Nein. Auf den üblichen NFC-Visitenkarten steht eine Internetadresse, die der Chip ans Telefon übergibt. Dieselbe Adresse kannst du als Link verschicken, als QR-Code zeigen, in die E-Mail-Signatur setzen oder als Pass in Apple Wallet legen. Die Karte ist ein zusätzlicher Weg zur Übergabe, keine Voraussetzung.
Was mache ich, wenn das Gegenüber ein altes Telefon hat?▾
Genau darum ist der QR-Code oft der bessere Weg: eine Kamera hat praktisch jedes Smartphone, NFC lesen ältere Geräte teils nur über eine App oder gar nicht. Und wenn beides scheitert, schickst du einfach den Link per WhatsApp oder SMS. Deine Seite öffnet sich in jedem Browser, ohne App und ohne Konto.
Ich habe bereits eine NFC-Karte gekauft. Kann ich sie mit carddy weiter benutzen?▾
Wenn der Chip beschreibbar und nicht vom Verkäufer gesperrt ist, ja: schreib die feste Adresse aus deinem Dashboard darauf, also carddy.ch/k/ und deine Kennung. Das Beschreiben machst du selbst mit einer NFC-Schreib-App auf deinem Telefon — carddy beschreibt keine Chips. Ist die Karte auf das Portal des Verkäufers festgenagelt, geht es nicht.
Was passiert, wenn ich meine Nummer oder die Firma wechsle?▾
Du änderst es im Editor und speicherst. Die Seite carddy.ch/dein-name zeigt sofort die neuen Angaben, jeder bereits gedruckte QR-Code führt weiterhin dorthin, und geladene Wallet-Pässe holen sich die neue Fassung selbst. Bei einer bedruckten Karte müsstest du an dieser Stelle nachbestellen.
Was kostet carddy ohne NFC-Karte?▾
Der Gratis-Plan kostet CHF 0 und umfasst zwei Karten, Links ohne Limit, QR-Code, vCard, Wallet-Pass und das Sammeln von Kontakten; auf der Karte steht ein kleiner Hinweis «Erstellt mit carddy». Pro kostet CHF 7.90 pro Monat oder CHF 79 pro Jahr und bringt fünf Karten, eigene Farbe, dunkles Theme, Logo, 30-Tage-Verlauf, CSV-Export und nimmt den Hinweis weg. Für den Start musst du nichts bestellen und nichts bezahlen.
Was passiert mit meiner Karte, wenn ich Pro kündige?▾
Sie bleibt online. Karten und Links bestehen weiter und laufen im Gratis-Umfang, auch die Karten oberhalb der Free-Grenze — du kannst dann nur keine neuen mehr anlegen. Der Hinweis «Erstellt mit carddy» kommt zurück, und Pro-Funktionen wie der 30-Tage-Verlauf und der CSV-Export sind wieder zu. Gedruckte QR-Codes funktionieren weiter. Gelöscht wird nur, was du selbst löschst.
In zwei Minuten steht deine Karte.
Kostenlos anfangen, ohne Kreditkarte. Zwei Karten und Links ohne Limit sind im Free-Plan enthalten.
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